Neben der Fertigung von Neudämpfern bildet heute auch die Aufarbeitung von Stoßdämpfern aller gängigen Systeme für Lokomotiven, Waggons, U-/ S- und Straßenbahnen einen wichtigen Produktionszweig der Feuerland-Werkstätten. Für die Stoßdämpfer-Aufarbeitung verfügt Feuerland über einen eigens entwickelten Stoßdämpfer-Prüfstand.
Neben Maschinenbau- gehören heute Schmiede- und Gussteile sowie Schweißbaugruppen und verschiedene Produktionsteile zur Produktpallette der Feuerland-Werkstätten. Als Lieferant für die Bahnindustrie wird das Produktsortiment rund um das Schienenfahrzeug ständig erweitert.
Vor ein paar Jahren entwickelte Feuerland einen Evakuierungssteg, der mittlerweile in allen ICE´s der DB AG und bei Zügen ausländischer Bahndienstleister zum Einsatz kommt.
2014 erhielt Feuerland erneut das Q1-Zertifikat der DB AG für sicherheitsrelevante Teile, welches die höchste festgestellte Qualitätsfähigkeit eines Lieferanten bescheinigt. 2013 nahm der Betrieb zum wiederholten Male erfolgreich an den Audits für Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme nach den Normen ISO 9001:2008 und ISO 14001:2004 teil. Außerdem verfügt Feuerland seit 15 Jahren über eine Schweißzulassung nach DIN EN 15085-2 CL1.
Nachdem Ernst Beilhack beschlossen hatte den Betrieb zu verkaufen, wurde er 1981 von dem heutigen Geschäftsführer Herrn Klaus Hünig übernommen. Das Unternehmen Feuerland ist heute mehrfach zertifiziert. Seine erste Qualitäts- Zertifizierung erhielt der Betrieb 1998 gemäß der Norm DIN EN ISO 9002.
Nach Kriegsende war der Betrieb in denkbar schlechtem Zustand. Ernst Beilhack musste das Unternehmen völlig neu aufbauen. Eine Richtung gab der Auftrag der Militärregierung für die Produktion orthopädischer Geräte für Kriegsverletzte. Um Kapital für den Betriebsaufbau zu beschaffen, begann Beilhack mit der Reparatur kaputter landwirtschaftlicher Maschinen und vermietete einen Teil des Betriebs.
Im weiteren Verlauf produzierte Feuerland Messinstrumente für den Benzindurchlauf von Tankstellen und Instrumente für Ölzapftankstellen. In den 1950er Jahren übernahm Feuerland die Einsenbahnstoßdämpfer-Fertigung von Fichtel&Sachs, da die Aufträge für deren Werksgröße zu klein und unrentabel waren. Mit dem Export von Anpressstangen für Kabelschuhe nach Holland, Frankreich und Schweden erreichte Beilhack mit Feuerland schließlich den internationalen Markt.
Außerdem begann Feuerland mit der Fertigung von Stanzwerkzeugen für mechanische Teile und Prägemaschinen. Eine weitere Produktionslinie waren spitzlose Rundschleifmaschinen, Frankiermaschinen sowie Vertonungsanlagen für die Filmproduktion.
Als das Unternehmen erstmals einen Auftrag über die Fertigung von Einzelteilen für eine Schnellfeuerkanone erhielt, wurde es offiziell zum Rüstungsbetrieb erklärt. Feuerland produzierte Steuerorgane für sämtliche Flugzeugtypen und Vergaser für Sturzbomber. Im weiteren Verlauf wurde der Betrieb durch neue Hallen erweitert und Beilhack erwarb den Geyerhof in Ingolstadt, der ursprünglich für die private Nutzung gedacht war.
Das Rüstungskommando beauftragte die Firma mit der geheimen Fertigung des Jensch-Geräts für die U-Boot-Ausrüstung. Der Betrieb war mittlerweile auf 350 Arbeitskräfte angewachsen, die unter anderem auch Teile für die Raketen V1 und V2 produzierten.


